"Jugendsünde" Hochzeit

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Lurcher
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"Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Lurcher » Mittwoch 23. Mai 2012, 14:25

Im Alter von 18 Jahren habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht, den ich jetzt hoffe "korrigieren" zu können. Stolz bin ich auf die Vorgeschichte nicht und weiss selber, dass ich sehr dumm war. Vieles habe ich auch verdrängt, kann gar nicht sagen warum ich letztlich Sachen getan habe, kann nur im Nachhinein vermuten.
Damals lief einiges in meinem Leben quer. Mein Freund hatte sich von mir getrennt, ich hatte Probleme mit meinen Eltern und bin dann zu einem "Bekannten" gezogen.
Dann kam ich mit einem guten Freund des Exes zusammen. Große Liebe war es nicht, es war eher Langeweile, die Tatsache, dass ich nicht allein sein wollte...und insgeheim zum einen die Hoffnung dem Ex eins reinzuwürgen und zum anderen in seiner Nähe sein zu können. Ich bezog dann mit diesem auch eine gemeinsame Wohnung (09/04).
Ich wollte (bitte fragt mich keiner warum-heute verstehe ich es selber nicht mehr) dann heiraten um meinen Eltern zu beweisen, dass ich unabhängig bin und ein eigenes Leben habe und das alles "ordentlich" ist. Schließlich hatte ich schon mehrere Beziehungen hinter mir, während meine Eltern sich geheiratet hatten und jeweils der erste Partner waren. das hat mich damals irgendwie belastet und bei jeder Beziehung die nicht geklappt hat hatte ich das Gefühl versagt zu haben.
Hinzu kam, dass ich offenbar den falschen Beruf für die Ausbildung gewählt hatte und abbrechen wollte. 2004 hätte ich dann aber keinen eigene Krankenversicherung mehr gehabt. Und diese wollte ich haben (oder halt Familienversicherung über den Mann), weil meine Eltern beide privat versichert waren und ich über sie auch (und die Eltern alle Rechnungen sahen/bekamen). Mir gings bei der Hochzeit nie um Liebe, sondern um Demonstration nach außen. Ich weiss auch noch, wie ich am Fenster gestanden bin und überlegt habe und mir dann gedacht habe "ach, in nen paar Jahren kannste dich scheiden lassen". Parallel zu der Beziehung und Entwicklung lernte ich in der Berufsschule jemanden kennen, der auch heute noch ein guter Bekannter von mir ist und fing ein Verhältnis mit ihm an. Auch das war nicht unbedingt die große Liebe, aber wir hatten in den folgenden Jahren immer wieder gmeinsame Phasen und haben Jahre gebraucht um zu verstehen, dass wir halt nur Kumpels sind und wir halt sonst nicht zusammenpassen.
Nunja die Sache mir der Hochzeit blieb, aber den Eltern sagen, dass man doch nicht heiraten will ging aus Egogründen nicht. Also dachte ich mir durchziehen und hinterher irgendwie rauskommen. Die Planung machte mir ja auch Spaß und irgendwie sah ich das alles eher als "Spiel" denn als ernstes Gelübde oder so. Es ging mir ums Fest und das schöne Kleid und nicht um die Folgen. Im April 05 Hochzeit. Im Folgenden traf ich mich immer mal wieder mit dem Bekannten aus der Berufsschule. Im sommer 2006 lernte ich auf einem Gruppentreffen wo mein damaliger Mann nicht war wen kennen, hatte eine Affaire mit ihm, zog auch zu ihm, da ich nur noch genervt war. ich zog dann im Folgenden in eine WG und reichte die Scheidung ein. Im Februar 2008 würde ich Geschieden, da war ich schon schwanger von einem anderen Mann.

Habe ich irgendeine Chance, diese damalige Dummheit annullieren zu lassen?
Ich habe mittlerweile den Mann meines Lebens kennengerlent und wir wollen heiraten und meine damalige Dummheit verhindert eine kirchliche Hochzeit.
Ob der Exmann mitmacht bei einem solchen Verfahren weiss ich nicht. Ich habe ihn das letzte Mal 2008 vor Gericht gesehen wo er der Scheidung ohne Anwalt zugestimmt hat. Danach tschüss gesagt und die wieder was gehört, ich weiss nichtmal wo er wohnt. Es war für mich halt mit der Scheidung damals "erledigt" und ich habe gelebt als ob ich niemals verheiratet gewesen wäre, habe teilweise monatelang nicht dran gedacht. Wurde nur beim ausfüllen von irgendwelchen Dokumenten dran erinnert, wenn ich dann geschieden ankreuzen musste, auch wenn ich ja längst in einer anderen Partnerschaft war.

Arletta Bolesta
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Arletta Bolesta » Mittwoch 23. Mai 2012, 15:49

Guten Tag,
Sie sollen sich natuerlich um Ehenichtigkeitserklaerung bemuehen.
Sie beruehren viele Themen, die mit greifbaren Ursachen gebunden sind, man soll sich darueber sehr gut und genau ueberlegen, um sich um diesen Prozess zu bemuehen.

Diese Ursachen, von denen Sie erwaehnen, betreffen: Unfaehigkeit oder Mangel an Urteilsvermoegen aber auch Ausschluss.
Sie schreiben, dass Sie die Scheidung in Betracht gezogen haben. Wenn der eheliche Prozess aufgrund des Ausschluss der Unaufloeslichkeit laeuft, muessen Sie laut der Wahrheit beweisen, dass Sie die Unaufloeslichkeit ausgeschlossen haben, indem Sie die Trauung geschlossen haben (oft kann man solche Situation treffen, dass Parteien die Dauer der Beziehung von welchen Umstaenden abhaengen, z.B. sie haben Willen, dass wenn sie jemanden kennen lernen werden, dann werden sie sich scheiden lassen); am wichtigsten bei dieser Ursache ist das, dass mindestens eine Partei die Beziehung fuer immer nicht will. Sie sagten auch von Untreue, dadurch meine Frage, ob Sie die Treue behalten wollten oder nicht. Endlich auch grundlegende Frage, ob Sie ueberhaupt die Ehe schliessen wollten. Alles ist mit Ausschluss der Untreue und Ehewillens gebunden.

Sie schreiben auch vom Alter, als Sie die Trauung geschlossen haben. Daher, wenn eine Partei unreif waehrend der Eheschliessung war, oder wenn sie an welcher psychischen Stoerung gelitten hat, dann sagt man von psychischer Unfaehigkeit aber auch von Mangel an Urteilsvermoegen.

Mit besten Gruessen
Arletta Bolesta

Lurcher
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Lurcher » Mittwoch 23. Mai 2012, 16:29

Danke für die Antwort. Wenn ich ehrlich bin, war mir die geplante Eheschliessung bzw. die vorhandene Ehe bei den Treffen mit dem Bekannten egal. Diese haben sich einfach weiter fortgesetzt. Eigentlich war alles krumm an der Ehe.
Nur Sie schreiben beweisen. Wie soll ich das tun? Sicherlich kann ich aussagen. Evtl. würde auch der Bekannte mit dem ich mich getroffen habe aussagen. Sonst wüsste ich aber niemanden dafür.
Mit meinen Eltern habe ich damals nur sachlich gesprochen und nie im Leben über so etwas, für meine Eltern musste das ganze ja "perfekt" aussehen.

Ob der Exmann von damals sich überhaupt rühren wird wenn er angeschrieben wird kann ich überhaupt nicht einschätzen.

Arletta Bolesta
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Arletta Bolesta » Mittwoch 23. Mai 2012, 18:47

Guten Abend,
wenn es um Beweise geht, dann erwaehnt man, naturelich Erklaerung von Parteien, auch Aussagen von Zeugen (natuerlich sehen die Klagen unterschiedlich aus, aber ich wiederhole immer: das, was in der Klage steht, soll auch von den Zeugen bestaetigt werden); bei Unfaehigkeit ist auch wichtig Gutachten, das von einem zustaendigen Psychologen vorbereitet ist.

Mit besten Gruessen
Arletta Bolesta

Arletta Bolesta
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Arletta Bolesta » Mittwoch 23. Mai 2012, 18:53

Noch eine Information, ich erwaehnte von Beweisen als Dokumente nicht, darunter geht es z.B. auch um sogenannte private Dokumente, wie Briefe.
Arletta Bolesta

Lurcher
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Lurcher » Mittwoch 23. Mai 2012, 19:35

Kann ein Psycholge denn den Zustand von 2005 jetzt noch beurteilen?
Das wäre ja der einfachste weg oder?

Arletta Bolesta
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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Arletta Bolesta » Donnerstag 24. Mai 2012, 04:28

Guten Morgen,
wenn Prozess auf Grund der Unfaehigkeit laeuft, dann kann ein Psychologe ein Gutachten vorbereiten, aber vergessen Sie bitte auch nicht von Erklaerungen von Parteien, Aussagen von Zeugen, von ev. Dokumenten.

Mit besten Gruessen
Arletta Bolesta

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Re: "Jugendsünde" Hochzeit

Beitrag von Lurcher » Sonntag 10. Juni 2012, 14:11

Ich war bei der Beratung und die Klageschrift wird jetzt vorbereitet. Zumindest dieses Vorgespräch war in keinster Weise schlimm.
Es geht aber auf Ausschluss der Unauflösbarkeit der Ehe.

BorislPaunc
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Re: "Jugendsunde" Hochzeit

Beitrag von BorislPaunc » Donnerstag 11. Oktober 2018, 11:36

Many thanks how I can thank you?

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